
von Yannick Wendland
Mein Name ist Yannick Wendland aus Bruchmühlen. Ich bin 14 Jahre alt und gehe in die 9.Klasse der Gesamtschule Rödinghausen. Wie viele Jugendliche in meinem Alter spiele ich gern Play Station oder verabrede mich mit meinen Freunden.
Nach 7 Jahren Fußball wurde mir der Sport auch zum Bedauern meines Vaters Willy zu langweilig, der bis dahin seine Aufgabe als Fußballtrainer in Aschen mit Freude nachkam - seinen Sohn aber in seinem neuen Hobby - dem Kickboxen - auf jedenfall unterstützen wollte. Im Keller meiner Eltern war ein Sandsack, ich konnte es kaum nach der Schule erwarten, Tritte und Faustschläge daran zu üben. Nach und nach kam dann ein Rudergerät und ein Fahrrad für die Konditionssteigerung hinzu.
2008 entdeckte ich in der Neuen Westfälischen einen Bericht über die Kickbox-Abteilung der Sportschule Bünde und deren weltweite Erfolge.
Nach dem Probetraining in der Sportschule Bünde spürte ich sofort den Reiz, der diesen Sport ausmachte. Der Trainer Michael Stephan als erfahrener Wettkampf-Sportler wurde schnell zu meinem Wegweiser und ermöglichte mir die Chance für all das was man in diesem Sport erreichen kann. Auch der Zusammenhalt der Kinder- und Jugendgruppe ist sehr stark - wir sind oft wochenends unterwegs zu Lehrgängen, Wettkämpfen oder Freizeit-Ausflügen. Das schweißt die Gruppe zusammen.
Die ersten Wettkämpfe führten mich bereits nach kurzer Zeit quer durch das Bundesgebiet. In Frankfurt wurde bei einer Meisterschaft Ex-Bundestrainer Peter Spallek auf mich aufmerksam und versprach mir eine steile Karriere, wenn ich bei meinem Talent an der Stange bleiben würde. In Vacha (bei Eisenach) traf ich dann auf den vierfachen Weltmeister Michael Berk, der selbst in meinem Alter schon Weltmeister wurde - auch er lobte meinen Kampfstil.
In Simmern, bei der int. Deutschen Meisterschaft 2009 beobachtete mich WKA Jugend-Bundestrainer Guido Rödel. Für Rödel war klar "der Junge fährt mit zur WM". Durch meinen Ehrgeiz schaffte ich den Sprung in die deutsche Nationalmannschaft in relativ kurzer Zeit und trainiere seitdem fast täglich, um meinem Traum, Weltmeister in meiner Gewichtsklasse zu werden, zu realisieren.
Vom 27.Oktober bis zum 3. November findet im spanischen Huelva die WKA - Weltmeisterschaft der Kampfkünste statt. Bis zu 2.000 Kämpfer/innen aus 60 Nationen werden eine Woche lang gegeneinander um die Goldmedallie antreten.
Kickboxen gibt mir das gewisse Selbstvertrauen und eine Ausgeglichenheit, die auch meine schulische Leistung seitdem verbessert haben. Auch Mutter Heike sagt: "die Duckmäuser-Zeit meines Sohnes ist endlich vorbei. Durch den Sport hat Yannick ein selbstbewußteres Auftreten und eine aufrechte Körperhaltung bekommen. Wir als Eltern unterstützen Yannick weiterhin und fahren als seine treuesten Fans mit den anderen 15 Mitstreitern der Sportschule Bünde im November mit zur WM nach Spanien.
Da wir Sportler - in diesem Fall meine Eltern - die gesamten Kosten der WM übernehmen müssen - bitte ich die Unternehmen im Kreisgebiet um ihr Sponsoring. Denn ich starte auf der WM nicht nur für die Bundesrepublik Deutschland, sondern auch für meine Heimatstadt.
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